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Neuwied: Immer mehr Hindernisse für Mang?

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OB verbietet Akteneinsicht

Mit der immer näher rückenden Abstimmung zur Abwahl von Neuwieds Bürgermeister Michael Mang am Donnerstag wächst auch die Verärgerung auf seiner Seite. So bot er den Stadtratsmitgliedern noch zum Anfang der Woche begrenzte und anonymisierte Akteneinsicht an. Dieses Angebot wurde nun vom Oberbürgermeister der Stadt, Jan Einig, in einem Schreiben an die Räte verboten. Christian Hecken, der Rechtsbeistand von Michael Mang, empfindet dieses Verbot als äußerst bedenklich. Unserem Sender gegenüber bemängelte er, dass unter diesen Umständen eine faire Abstimmung fast unmöglich sei. Auch wurde dem Beschuldigten bei der anstehenden Abstimmung durch den Oberbürgermeister das Rederecht komplett verwehrt. Des Weiteren werden auf Partei-Ebene immer mehr Stimmen gegen die Abwahl laut. So wirft die SPD der CDU vor sich bei der Wahl auf AfD-Stimmen zu verlassen. Gemeinsame Sache mit der AfD zu machen sei ein ungeheuerlicher Tabubruch, so SPD-Generalsekretär Daniel Stich. Dabei warf er der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner und dem Spitzenkandidat Christian Baldauf vor, der CDU in Neuwied einen Freifahrtschein für einen Pakt mit der AfD zu geben. Im gleichen Zug forderte Stich die CDU und alle anderen Fraktionen im Neuwieder Stadtrat auf, den Abwahlantrag zurückzuziehen und sich umgehend von jeglicher Kooperation mit der AfD zu distanzieren.