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Ultranet: Puchtler bittet Merkel um Unterstützung

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Fehlendes Gutachten kritisiert

Das geplante Projekt Ultranet beschäftigt weiter die Region. Jetzt versucht der Landrat des Rhein-Lahn Kreises, Frank Puchtler, Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ins Boot zu holen. Seine Forderung: bevor das Projekt weiterverfolgt werde, müsse ein fundiertes gesundheitliches Gutachten mit abschließender Einschätzung vorliegen, so Puchtler in einem Brief an die Bundeskanzlerin. Zuvor hatte ihm das Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass ein explizites, gesundheitliches Gutachten nicht Teil des Ultranet-Genehmigungsverfahrens sei. Grund: für elektrische oder magnetische Felder, die von Gleichstromleitungen oder Hybridleitungen wie Ultranet ausgehen, seien keine gesundheitlichen Gefahren nachgewiesen. Durch das Projekt “Ultranet” soll der Strom mit einem Hybridsystem vom Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden. Dabei soll auf einer Stromtrasse sowohl Wechsel-, als auch Gleichstrom befördert werden. Laut Kritikern sind die Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt allerdings noch nicht ausreichend erforscht.